Auf die Aufgaben kommt es an - aktuelle Lern- und Aufgabenformate im digitalen Wandel!

Erfolgreicher kompetenzorientierter Unterricht in heterogenen Lerngruppen folgt klaren Kriterien:

1. Eine Aufgabe kann Schüler*innen nur erreichen, wenn sie herausfordernd gestellt wird, wobei mit dieser Prämisse der Herausforderung auch der Nutzen gemeint ist.

Wenn Schüler*innen erkennen, wofür die Lösung und Erarbeitung einer Aufgabe, einer Problemsituation nützlich ist, ist die Motivation deutlich höher.
Lernende dürfen weder unter- noch überfordert werden. Die Aufgabe muss ihn genau an der Stelle im Lernprozess erreichen, an dem er/sie steht.
Das bedeutet, eine Lehrkraft muss den Lernstand der Lerngruppe kennen (vgl. Pädagogische Diagnostik), um die Aufgaben genau entwickeln und anpassen zu können. Als hilfreiches didaktisches Planungsinstrument  eignet sich  das “Kompetenzraster” von dyrda+partner
(vgl. Unterrichtsentwicklung).

2. Die Bedeutung des selbstgesteuerten Lernens spielt eine weitere wichtige Rolle.
Aufgaben sollten so gestellt werden, dass Schüler*innen in großen Teilen ihr Vorgehen eigenständig planen, umsetzen und reflektieren können. Dies kann u.a. dadurch erreicht werden, dass es Instrumente bspw. Kannlisten gibt, mit deren Hilfe sie wissen, wo sie stehen und an denen sie sich orientieren können.

3. Klarheit sowie Strukturiertheit der Aufgabenstellung sind ein weiteres wichtiges Kriterium.
Die Schüler*innen müssen sowohl sprachlich als auch inhaltlich genau verstehen, worin der jeweilige Arbeitsauftrag besteht.
Die Möglichkeiten der Aufgabenformate sollte alle Möglichkeiten ausschöpfen, die sich in dieser Frage bieten:
Man unterscheidet

  • geschossene
  • halboffene
  • offene Aufgaben.

Wenn Schüler*innen bspw. über einen eher niedrigen Wissens- und Könnensstand verfügen, sind geschlossene Aufgaben möglicherweise eher zielführend, da sie nur eine richtige Lösung besitzen. Sie benötigen darüber hinaus eine eher niedrige Eingangsschwelle, um die Lernenden zu ermutigen.

Für Schüler*innen mit höherem Lernentwicklungsstand sind eher offene Aufgaben geeignet. Sie verfügen über mehrere Lösungen sowie über mehrere Darstellungsmöglichkeiten.

In unserer von zahlreichen Schulen nachgefragten Konzeption zeigen wir Ihnen, wie Sie eine aktuelle digitale Unterrichtseinheit aufbauen, die Sie sowohl im Präsenzunterricht als auch im Distanzunterricht einsetzen können und von daher als sog. hybrides Lernarrangement entwickelt werden kann.

Im Mittelpunkt steht zunächst die didaktische Planung. Welche fachlichen und überfachlichen Kompetenzen sollen mit der Unterrichtseinheit/ der Lernsituation etc. (weiter) entwickelt werden?

Im weiteren Verlauf stehen Indikatoren in der Betrachtung. Welche Indikatoren können bei Aufgabenformaten "helfen", um die Lernaufgaben situiert aktualisiert für Schüler*innen bereitzustellen. Auch Operatoren bieten Anhaltspunkte sowie die Betrachtung der Möglichkeite digitaler Bereitstellung der Aufgaben. 

Im Anschluss erfolgt die Umsetzung der Planung in ein hybrides Lernarrangement. Im Mittelpunkt stehen hier Einsatz und Umgang mit digitalen Apps, die diesen Transfer ermöglichen, ohne dass es dazu ausgeprägter technischer Vorkenntnisse bedarf.

Der Vorteil bei diesem Vorgehen besteht darin, dass die digitale bzw. hybride Umsetzung die Weiterführung des Unterrichts auch im Distanzunterricht ohne größere Unterbrechungen ermöglicht. Darüber hinaus ist bei diesem Vorgehen zu überlegen, ob hybride Aufgabenformate grundsätzlich zu einem gewissen Prozentsatz künftig Bestandteil des regulären Unterrichts werden sollten, damit die Schüler*innen selbstgesteuert wiederholen, üben, vor- und nachbereiten und oder auch für Klausuren und Klassenarbeiten bzw. Prüfungen wichtige Materialien zum Thema -  von Lehrkräften im LMS der Schule bereitgestellt - finden. 

Außerdem sollten die Erfahrungen und Entwicklungen der letzten beiden Jahre unter äußerst herausfordernden Bedingungen konsolidiert werden, damit die digitalen Kompetenzen der Schüler*innen und Lehrkräfte gesichert und weiter entwickelt werden.

Das Seminar "Auf die Aufgaben kommt es an  - Aktuelle Aufgabenformate im digitalen Wandel" findet darüber hinaus in mehreren Bundesländern statt.

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Monika Baumgartner

Monika Baumgartner

Institut für Unterrichtsentwicklung
und Evaluation

  monika@baumgartner.training
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