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Aufgabenformate zur individuellen Förderung in heterogenen Lerngruppen

Beginn:
Mi., 4. Sep 2019
Ende:
Mi., 4. Sep 2019
Kurs-Nr.:
12
Preis:
170,00 EUR
Ort:
Hannover
Gruppe:
keine Angabe
Freie Plätze:
20 von 20

Beschreibung

AUF DIE AUFGABEN KOMMT ES AN!

Erfolgreicher kompetenzorientierter Unterricht in heterogenen Lerngruppen folgt klaren Kriterien:

1. Eine Aufgabe kann Schüler/innen nur erreichen, wenn sie herausfordernd gestellt wird, wobei mit dieser Prämisse der Herausforderung auch der Nutzen gemeint ist.

Wenn Schüler/innen erkennen, wofür die Lösung und Erarbeitung einer Aufgabe, einer Problemsituation nützlich ist, ist die Motivation deutlich höher.
Der Lernende darf weder unter- noch überfordert werden. Die Aufgabe muss ihn genau an der Stelle im Lernprozess erreichen, an dem er steht, bzw. am besten etwas darüber - in der sog. Zone der nächsten Entwicklung (Wygotski).
Das bedeutet, eine Lehrkraft muss den Lernstand der Lerngruppe präzise kennen, um die Aufgaben genau entwickeln und anpassen zu können. Als hilfreiches didaktisches Planungsinstrument  eignet sich  das “Kompetenzraster”, das wir in vielen Jahren entwickelt haben. 

2. Die Bedeutung des selbstgesteuerten Lernens spielt eine weitere wichtige Rolle.
Aufgaben sollten so gestellt werden, dass Schülerinnen und Schüler in großen Teilen ihr Vorgehen eigenständig planen, umsetzen und reflektieren können. Dies kann u. a. dadurch erreicht werden, dass es Instrumente bspw. Kannlisten gibt, mit deren Hilfe der/die Lernende weiß, wo er/sie  steht und an denen er/sie sich orientieren kann.

3. Klarheit sowie Strukturiertheit der Aufgabenstellung sind ein weiteres wichtiges Kriterium.
Die Schülerinnen und Schüler müssen sowohl sprachlich als auch inhaltlich genau verstehen, worin der jeweilige Arbeitsauftrag besteht.
So spielen sog. Operatoren ( Verben, die eine Tätigkeit eines Schülers benennen) eine zentrale Rolle.

Das eintägige Seminar thematisiert die Grundlagen:

  • der kompetenzorientierten Lern- und Arbeitskultur der Kompetenzorientierung mittels Kompetenzraster als didaktisches Planungsinstrument
  • der Hirnforschung (neurobiologische Grundlagen und Erkenntnisse)
  • des Zusammenhangs zwischen Kompetenzorientierung und Aufgabenformaten
  • der Herausforderungen, aber auch Stolpersteinen bei der Erteilung von Arbeitsaufträgen
  • von Chancen und Möglichkeiten der kooperativen Lernformen
  • der Förderung des selbstgesteuerten Lernens mit Hilfe von „Kannlisten“
  • der Möglichkeiten der Partizipation und Transparenz für die Schüler/-innen
  • der Bedeutung des systematischen Feedbacks für den Lernerfolg
  • der Kriterien zum Aufbau schulischer Lernprozesse/ Lernarrangements
  • der Ideen und Möglichkeiten zur Gestaltung der Lernarrangements/ Lernsituationen

sowie weitere Möglichkeiten der individuellen Förderung Zur Vorbereitung ist es zielführend, wenn Sie ein Thema und/oder ein Beispiel einer Fachkompetenz / Unterrichtseinheit Ihres Unterrichts mitbringen, damit Sie unmittelbar an diesem Beispiel im Seminar arbeiten können.